
Wirkfelder und Prozessmethodik
resonanter Pädagogik
Inhalt:
Auf Basis der Grundhaltung und der anthropologischen Grundkräfte beschreibt die Resonanzpädagogik konkrete Wirkfelder und methodische Prozessarchitekturen.
Die vier Wirkfelder
1. Der Klient
Biografie, Entwicklungsstand, Schutzstrategien, Bedürfnisse, Ressourcen, Resonanzfähigkeit und aktuelle Lebensrealität.
2. Der Pädagoge
Eigene Haltung, Biografie, Resonanzfähigkeit, Selbstreflexion, emotionale Regulation, Authentizität und Gestaltungskompetenz.
3. Raum und Zeit
Die bewusste Gestaltung von:
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Atmosphäre,
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Settings,
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Ritualen,
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Zeitfenstern,
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Übergängen,
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Erfahrungsräumen,
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symbolischen und realen Orten.
Entwicklung wird als stark abhängig von Kontext und Inszenierung verstanden.
4. Dialog und Beziehung
Resonanz entsteht wesentlich durch Beziehung, Sprache, Begegnung und soziale Erfahrung.
Dialog wird nicht als reine Informationsvermittlung verstanden, sondern als gemeinsamer Resonanzraum.
Innerhalb dieser Wirkfelder sind „typische“ menschliche Dynamiken, Strukturen und Muster erkennbar, die in Folge in der „Wanderausstellung - Betriebssystem Mensch“ veranschaulicht, dialogisch weiter entwickelt und direkt erfahrbar gemacht werden.
Je besser Wirkfelder und Prozessmethodik wahrgenommen und verinnerlicht werden, desto reflektierter können Pädagog:innen auf ihr Handeln und das der begleiteten Personen eingehen, es verstehen, einordnen und adäquat reagieren.
Methodische Architektur
Die Resonanzpädagogik nutzt keine isolierten Einzelmethoden, sondern eine miteinander verbundene Prozessarchitektur.
Strategische Inszenierung
Die bewusste Gestaltung von Erfahrungsräumen, in denen Entwicklung wahrscheinlicher werden kann.
Dabei wird Entwicklung nicht „produziert“, sondern ermöglicht.
Strategische Inszenierung bedeutet:
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Situationen gestalten,
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Resonanzräume eröffnen,
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Entwicklungsimpulse setzen,
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sichere Erfahrungsräume schaffen,
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ohne Ergebnisse vollständig vorzugeben.
Idiolektische Gesprächsführung
Die idiolektische Gesprächsführung bildet einen zentralen Resonanzraum innerhalb der Beziehungsgestaltung.
Im Mittelpunkt stehen:
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echtes Zuhören,
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die Sprache des Gegenübers,
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Bedeutung statt Bewertung,
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Resonanz statt Interpretation,
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Entwicklung durch Selbstkontakt.
Story Telling und Story Dealing
Story Telling ist die Kunst, Inhalte nicht bloß als Informationen, sondern als Geschichten zu vermitteln.
Menschen denken, fühlen und erinnern meist narrativ. Somit erzeugen Geschichten Aufmerksamkeit, emotionale Beteiligung, Identifikation, Bedeutung und Erinnerung.
Story Dealing versteht Entwicklung als narrative Bewegung.
Menschen leben in Geschichten über sich selbst, andere und die Welt.
Durch neue Erfahrungen, Rollen und Begegnungen können neue Geschichten entstehen.
Pädagogische Prozesse werden daher auch als gemeinsames „Neuschreiben“ von Erfahrungs- und Entwicklungsräumen verstanden.
Ko-Kreation und "i&i"
Entwicklung wird nicht für Menschen produziert, sondern gemeinsam mit ihnen gestaltet.
Ko-Kreation bedeutet:
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Beteiligung,
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Mitgestaltung,
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gemeinsames Entwickeln,
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Resonanz mit realen Bedürfnissen,
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sowie Offenheit für emergente Prozesse.
Das Konzept "i&i" beschreibt die Erfahrung von:
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Verbundenheit,
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gegenseitiger Resonanz,
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gemeinsamer Wirklichkeit,
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sowie der Wahrnehmung von „Ich im Du und Du im Ich“.
Es bildet eine soziale Dimension innerhalb der Resonanzpädagogik ab.
Praxis-Kulhanek:
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